Auschwitz – ein Name, der für das Unfassbare steht und doch bittere Wirklichkeit war.
Kaum ein anderer Ort steht so eindringlich für die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen: Bis zu seiner Befreiung am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee wurden in dem Konzentrations- und Vernichtungslager mehr als eine Millionen Menschen ermordet.
Ein solches Verbrechen an der Menschheit darf sich niemals wiederholen. Historische Verantwortung zu übernehmen, bedeutet, hier und heute entschieden gegen Antisemitismus und alle Formen des Extremismus einzuschreiten und sich für unsere freiheitlichen demokratischen Werte einzusetzen.
Prof. Dr. Emile Schrijver, Generaldirektor des Jüdischen Kulturviertels in Amsterdam mit seinem Nationalen Holocaust Museum, war aus den Niederlanden angereist, um eine Gedenkrede zu halten. „Wir leben in einer Zeit, in der der Holocaust für viele nicht länger als singulärer Referenzpunkt für das Ausmaß von Gewalt, Ausgrenzung und Vernichtung gilt, zu dem Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit führen können“, mahnte er.